AutorInnen: Wolfgang
Flür Beitrag: Neben
mir Antworten
von: Wolfgang
Flür Was
ist die Spezifik deines Beitrags als ein Beispiel
für digitale Literatur? Der Spass am
Mitmachen. Die Lust etwas von meiner Phantasiewelt
zu veröffenlichen. Der Versuch, sowenig, wie
möglich zu bebildern, damit die Phantasie des
Lesers nicht Flöten geht. Wie
kamst du zum Schreiben digitaler Literatur?
Und wie verhalten sich für dich dabei
dessen verschiedene Sprachen - Wort,
Programmierung, Bild - zueinander? Es war der
dtv/T-Online Wettbewerb, den ich im Internet
entdeckt hatte. Damals arbeitete ich schon an
meinem Buch 'Neben Mir', worin meine Geschichte
später sogar noch weitergeht und
schließlich dramatisch endet. Es war ein
Versuch für mich, das Geschehen mit der
Bebilderung noch eindrucksvoller zu gestalten. Ich
glaube aber mittlerweile, dass nichts
eindrucksvoller gestalten kann, als die eigene
Imagination. Eine interessante Erfahrung Welche
Erfahrungen hast du bei der Produktion digitaler
Literatur gemacht? Wo siehst du die
entscheidenden Herausforderungen? Wo lauern
die Gefahren? Ich bin kein
Programmierer. Mein Partner Volker Langefeld hat
mich beraten und nach dem Lesen meiner Geschichte
selbständig die Bildgestaltung und
Geräuschentwicklung vorgenommen. Wir haben uns
auch darüber unterhalten, ob es generell
sinnvoll wäre, Geschichten mit Bildern zu
schmücken. Wir dachten da noch eher an einen
Literaturwettbewerb, weniger an ein
Multimediaausschreiben. Gefahren lauern
dort, wo man nicht weiß, wie die eingesetzte
Technik mit dem Internet umgeht. Bei mir war sie
auf jeden Fall zu langsam. Die Effekte (kleines
Filmchen, Hintergrunderäusche, wie Tick Tack,
Kaffemaschine, Hitchcock-Psychogeigen und
Straßenbahn, sowie Blutstropfen) kann man
leider nur schön von der CD-ROM in den
Computer laden und man muss wohl auch den Microsoft
Mediaplayer installiert haben, damit man in den
Genuss aller Randerscheinungen gelangen
kann. Und noch was
übrigens: Ich kenne Niemanden, der gern am
Bildschirm liest. Dieses Geflimmere, diese
Licht...das läuft da nicht. Wie
siehst du die Zukunft der digitalen Literatur und
wie siehst du sie für dich
speziell? Speziall für
mich habe ich entschieden, dass ich doch keine
digitale Literatur machen werde, sondern mich auf
die klassische Buchform einlassen will. Es ist wie
bei meiner Musik. Mit Kraftwerk haben wir immer
schöne Filmchen zu den Stücken gemacht.
Auch dies werde ich heute mit Yamo nicht mehr
machen, weil dann, genauso wie beim Lesen, die
ganze Phantasie vorweggenommen wird. Ich hab's von
meiner Uroma gelernt, das Zuhören. Die konnte
vielleicht vorlesen! Da ist was passiert in meinem
Kopf, dass ich nachts oft nicht schlafen konnte,
wenn die Bilder mich verfolgt haben. Eigene Bilder!
So soll es sein. Bilder müssen selbst
entstehen. Beim Musikhören, wie beim Lesen.
Etwas anderes ist es bei vielen Beiträgen des
Wettbewerbs. Da befallen einen machmal Buchstaben
und Silben wie die Milben. Da wird mit Worten
jongliert, da schüttelt der Reim. Das komt vom
Internet, das ist daheim. Martin
Auer cN+ Messages from
the Past Nils
Ehlert Jetzt Odile
Endres Gleitzeit {Color:
blue} Wolfgang
Flür Neben
mir Carola
Gueldner Billard in
Amsterdam Dorit
Linke Der
Apfel Stefan
Maskiewicz Quadrego Jochen
Metzger Cocktailstories Heiko
Paulheim Die
Galerie Julius
Raabe Knittelverse Andreas Louis
Seyerlein Die Callas
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