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www.dichtung-digital.com/2002/01/10-Simanowski
Jim
Andrews' kinetisch-konkrete audio-visuelle
Poesie
Roberto
Simanowski
1
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- 4
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Dessert: Ganz
ohne Interaktion, ganz in sich selbst bewegt: Tiger
Lily. Wer auf diese Seite kommt sieht zuerst das Gesicht
eines Tigers, dann das einer schönen Frau. Ihre
gedanklichen Vorfahren findet man in all den Mythen, die von
der Gefahr des Begierde sprechen: Sirenen, die Hexen in
Goethes Walpurgisnacht, die Nixen der Romantik,
Wehrwölfe und Vampire. Vielleicht wäre die
umgekehrte Verwandlungsrichtung (von der Schönen zum
Tier) angemessener gewesen. Vielleicht hätte Andrews
auch auf den Text neben dem Bild verzichten sollen: Die
rhythmische Bewegung der Verwandlung gibt dem Ganzen auch so
ausreichend sexuelle Konnotation. Die Leistung des
Programmierers und Designers indess wird hier noch einmal
unter Beweis gestellt.
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