www.dichtung-digital.com/2002/07-31-Simanowski.htm

Hypertext. Merkmale, Forschung, Poetik
von Roberto Simanowski

1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - Bibliographie



8. Semantik des Links

David Kolb betont 1994, dass ein Gebilde aus willkürlich zusammengesetzten Fragmenten nicht lang interessant ist: “Flipping the channels on cable television can produce exciting juxtapositions, but only for a while. Active reading becomes passive titillation. Later it becomes noise. We need forms of hypertext writing that are neither standard linear hierarchical units nor the cloying shocks of simple juxtaposition.” (339) Wie könnten diese Formen aussehen? Dass sie im Jahre 2001 noch immer nicht gefunden sind, zeigt der Einladungstext zum Hypertext Narrative Flash Time Symposium September 2001 in San Francisco: “The role of narrative in Web experience is a pressing concern throughout the Web world, from entertainment to ecommerce. While new technologies for hypertext and web-based motion graphics promise to bring powerful narrative experiences to the Web, the reality is not so rosy: engaging web narrative is still hard to find, and commercial motion graphics have largely failed to merge sophisticated interaction with compelling storytelling. How can we manage the narrative experience in the presence of both interaction and animation?” (www.enarrative.org )

Im Zentrum der Untersuchung muss auf jeden Fall der Link stehen, der das multlineare Erzählen ursprünglich konstituiert, und deswegen, wie Jürgen Daiber 1999 fordert, zum klassischen Instrumentarium der Literaturwissenschaft als formales Analysekriterium hinzutreten sollte. Es wurde schon auf die Psychologie des Links eingegangen und unter dem Stichwort der Karnevalisierung wurde auch bereits das Problem mangelnder Link-Semantik angesprochen. Es ist nun im Kontext des literarischen Hypertextes zu fragen, wie der Link als Stilmittel eingesetzt werden kann.

Zunächst ist die Dreifachfunktion des Links als Teil des Textes, als Index eines anderen Textes und als Absprung zu diesem anderen Text festzuhalten. Wenn es z.B. in Caitlin Fishers These Waves of Girls – eine multimediale Hyperfiction über die Findung lesbischer Identität – in einer Bar-Szene heisst: „I tell her I love her. She loves me too, she says, just not as much as I love her“ (www.yorku.ca/caitlin/waves/beamroutine5.htm), dann lesen sich die unterstrichenen Worte als Aussage innerhalb der vorgefundenen Situation, aber zugleich als Hinweis auf einen Link zu einem Text, der mit dieser Situation in irgendeiner Weise – als Illustration, Relativierung, Negation – in Verbinding steht. Man weiß freilich noch nicht, welcher Beziehung beide Teile eingehen, denn die Konjunktionsfunktion des Links ist zunächst neutral Und. Hier kann die Autorin mit Erwartungen, die im Text vorher vielleicht selbst aufgebaut wurden, spielen. Der Leser unternimmt, indem er die zugrundeliegende Konjunktion vorauszusagen versucht, bereits einen Kommentar zum Werk.

Der Link ist – vor allem wenn er im fortlaufenden Text und nicht gesondert unter diesem erscheint – die buchstäblich buchstäbliche Anwesenheit des Anderen im Eigenen: ein “interior gateway” (Shields 2000, 151). Damit eröffnet sich eine zusätzliche semantische Ebene: Welches Andere wird durch welchen Link bzw. Linklabel repräsentiert und wie verhält sich dies zum textuellen Kontext des Links? Führt ein Link, der auf dem Wort »Leere« liegt, zu einer leeren Seite, dann ist diese überraschende, aber auch sehr aufdringliche und schnell erschöpfte Umsetzung des verlinkten Wortes in ein anderes Zeichensystem gewiss noch kein überzeugender Umgang mit der semantischen Doppelrolle des Links. Führt in einem Online-Journal die Erwähnung von “crass commercialisism or degeneracy” zu diesem Journal selbst, dann wird eine Ironisierung vorgenommen, die den Fakt der Kommerzialisierung nachhaltig thematisiert (Johnson 1997, 134). Führen die oben angezeigten Links in Tracys Aussage über Vivian zu Szenen zwischen Tracy und Jenny, die ahnen lassen, dass diese Tracey mehr liebt als Tracey sie, wird mit dieser Verbindung ganz wortlos die alte Geschichte vom Ungleichgewicht der Gefühle und vom Wandel der eigenen Rolle darin – als Täter und Opfer – thematisiert.

Aus der angesprochene Bar-Szene entwickelt sich schließlich eine Situation, in der ein Mittdreißiger – der sich aus seinen Daiqiri-Spenden Rechte auf die 15jährige Tracy ableitet – Tracy in einem abgelegenen Raum bedrängt. Sie rettet sich durch einen Strip, He jerks off.  Dismount.“ Hinter dem Link findet man so etwas wie das Zentrum der Geschichte, denn diese Seite (www.yorku.ca/caitlin/waves/erotic.htm) – ihr Titel lautet „erotic“ – ist ganz weiß und ohne jeglichen weiterführenden Link. Von rechts nach links läuft im endlos Loop in roter Farbe die Zeile: „and it was the most erotic year of my life“.[1] Was sagt dieser Link über die eben bezeugte Szene? Jedenfalls nicht, dass Tracey daran seelisch großen Schaden nahm. Das Fehlen eines weiterführenden Link deutet eher an, dass es eine Sackgasse war, dass es um diese Erotik nicht ging.[2]

Interessant ist ein gezielt – die Betonung liegt auf gezielt – eingesetzter Widerspruch zwischen der durch den Link-Text aufgebauten Erwartung und dem durch den verlinkten Node Repräsentierten. Beispiel dafür ist der Node 048 in Stuart Moulthrops Hyperfiction Hegirascope. In diesem Node (http://raven.ubalt.edu/staff/moulthrop/hypertexts/HGS/HGS048.html) wird ein Traum erzählt, der mit den Worten beginnt: “This is the dream of remote control. In this dream you can press a button whenever you like and totally reconceive the world around you. Click, you are two hundred feet tall looking down on sleeping suburbia […].” So gelassen wie hier kann man diesen Traum jedoch nicht lesen. Nach 10 Sekunden, ungefähr nach dem Versprechen der Kontrolle per Knopfdruck, macht der Node einem schwarzen Bildschirm Platz, in dessen Mitte gelb hervorgehoben und unterstrichen wie ein Link - click - steht, was sich aber als Täuschung herausstellt – das Wort ist kein Link. Da eine andere Möglichkeit nicht angezeigt ist, muss man die Zurück-Taste betätigen, um den Traum weiter zu lesen, und natürlich wechselt der Node nach 10 Sekunden erneut. Man erkennt bald, dass einem nicht nur die erhoffte Fernkontrolle nicht zugänglich ist, sondern im Gegenteil man selbst aus der Ferne gesteuert wird. Der Mythos des Internet, der Traum, zu allem überall und jederzeit per Klick Zugang zu haben, zerfällt in der Wartezeit am schwarzen Bildschirm bzw. im Hin-und-her-Eilen, um wenigsten die Sätze, die das nichtgehaltene Versprechen machen, auslesen zu können. Unter dieser Aussage gibt es allerdings eine weitere. Neben dem falschen Link sind im Dunkel des Bildschirms mehrere aktivierbare Links versteckt, die bei Mausberührung rot aufleuchten. So gibt es durchaus Verbindungen, nur darf man sie nicht an den angegebenen Orten suchen. Eine banale Aussage, wäre sie in Worte gefasst, hier aber liegt sie allein in der programmierten Zeit- und Linkstruktur und ist in solcher Gestalt doppelt dekonstruktionistisch und zugleich performativ.

Vor dem Hintergrund dieser Beispiele ist Kolbs Auffassung zu relativieren “Hypertext links can change a lexia’s relations and its role within a whole or context but they do not make it reflect on or exceed ist own unity. ” (1994, 336) Zwar ist durch die Atomisierung der Einheiten eine ausholend durchgeführte Dekonstruktion in der Tat unwahrscheinlich, aber das vorliegende Beispiel zeigt, dass sich auch neue Möglichkeiten ergeben. Mit Rob Shields ist gegen Kolb festzuhalten: “a node gains its nodal identity by the existence of links to other elements” (2000, 150).

Die Dreifachfunktion des Links als Zeichen, Verweis und Aktion kann auch für eine Thematisierung des Rezipienten genutzt werden. Wenn der Erzähler in Susanne Berkenhegers Zeit für die Bombe an einer Stelle sagt: “... die ruhigeren Naturen ... folgen mir”, ist plötzlich der Leser angehalten, seine Navigationsentscheidung aufgrund einer Selbsteinschätzung zu treffen, und wird, wenn auch nicht zur Figur der Geschichte, so doch zu einem herausgehobenen Faktor des Vorgangs. Figur der Geschichte wird er hingegen, wenn Iwan, eine der Hauptfiguren, unberechtigterweise einen Koffer öffnet, auf einen Mechanismus stösst, der wie eine Bombe aussieht, und auf einen Schalter, den er zu drücken versucht ist. “Wollen wir”, heisst es da, “nicht alle immer etwas drücken oder drehen, irgendwo draufklicken und ganz ohne Anstrengung etwas in Bewegung setzen? Das ist doch das Schönste. Iwan, tu's doch einfach, drück den kleinen Schalter!” Die Rede des Erzählers ist suggestiv, richtet sich aber mehr an die Leser als an Iwan, denn die Leser müssen den Link betätigen und somit die Bombe zünden, die Iwan später zerreißen wird.

Es handelt sich im doppelten Sinne um die Zündstelle des Textes, der hier zum Metatext wird und sein eigenes Medium reflektiert. Es geht um die Gestik des Klicks, um die Bereitschaft, sich aus reiner Neugierde auf die Gefahren anderer Leute einzulassen. Dieser Aspekt wurde vorher im Text aufgeworfen, als Iwan den Lesern zurief: “Verschwindet! Zerfallt zu Staub! Selber bequem in der warmen Stube hocken und sich dann genüsslich lesend an meinem Unglück aufgeilen.” Die vorliegende Link-Semantik ist im Grunde der digitale Kommentar zur schon von Lukrez in De rerum natura beschriebene Psychologie der Lektüre – “Süß ist's, anderer Not bei tobendem Kampfe der Winde / Auf hochwogigem Meer vom fernen Ufer zu schauen ...” (2, 1-2) –, die Hans Blumenberg treffend “Schiffbruch mit Zuschauer” nannte. In Zeit für die Bombe wird der Zuschauer allerdings zum Auslöser des Unglücks und, auch das ist neu, es drohen ihm sogar Konsequenzen, denn der Link könnte so programmiert werden, dass seine Aktivierung einen Virus überträgt oder wenigstens einen Systemcrash im Computer des Lesers verursacht. Im vorliegenden Text wird die Bestrafung zwar angekündigt – Iwan droht den Lesern mit einer Handgranate –, bleibt dann allerdings aus.[3]

In der bewussten Semantisierung des Links durch den Autor liegt die Chance des literarischen Hypertextes, wie Tuman schon 1992 gegen das Konzept der programmgenerierten, indexikalischen Links betonte (1992b, 70). Wie die Beispiele gezeigt haben, vollzieht sich diese Semantisierung im Schnittfeld von Absprungs- und Ankunftsort. Die direkte, sofort einleuchtende Verlinkung ist dabei nicht unbedingt die interessanteste. Wenn in Fishers These Waves of Girls in dem Satz „I tell my grandmother that I’m glad to know her“ der Link wie erwartet zu Erinnerungen führt, die sich mit der Großmutter verbinden, entspricht das zwar den Konventionen der Verlinkung. Die Befolgung der Konvention ist jedoch keine Auszeichnung in einem literarischen Text, der im Sinne Lotmans als sekundäres Sprachsystem auf dem System der natürlichen, alltäglichen Sprache aufsetzt, im Kontrast zu diesem aber nicht auf Eindeutigkeit, sondern auf Erwartungsbrüche zielt. Der literarische Mehrwert liegt in der Ambivalenz. Im angesprochenen Beispiel ist die Verbindung passgenau und flach, das Link-Wort könnte in den meisten Kindheitserinnerungen als Kapitelüberschrift stehen: Es verbindet, aber es sagt nichts. Interessant sind Links, die der Deutung bedürfen. Bleiben wir bei These Waves of Girls.

In einem Node erfahren wir Traceys Wunschtraum, ins Bett der heimlich geliebten Lehrerin zu kriechen (www.yorku.ca/caitlin/waves/tell10.htm). Der Node linkt zu Traceys Großmutter, mit der sie sich als Kind im Bett Geschichten erzählte, und dieser Node beginnt bezeichnenderweise mit den Worten: „I am growing up but not out of my grandmother's bed.”  Der Link verbindet zunächst einfach zwei Bettszenen. Im vorliegenden Falle kann oder muss man ihn allerdings auch als eine Erklärung lesen, als eine Erklärung der erotischen Phantasie von heute aus den Kuschelstunden von damals. Der Link wandelt sich von der Kunjunktion und zur Konjunktion weil: Es gibt den erotischen Tagtraum, ins Bett der Lehrerin zu kriechen, weil die Erfahrung der Stunden im Bett der Großmutter das Gefühlsleben der Jungen Tracy unauslöschlich geprägt haben. Betrachten wir ein weiteres Beispiel aus dieser Geschichte.

In einem anderen Node fällt Tracey vom Baum und hört die Hilfebringenden aus der Ferne herbeieilen (www.yorku.ca/caitlin/waves/farm_scar.htm). Der Link, der auf den Rennenden liegt, führt zur Geschichte um Neil, der einst auf dem Weg zum Haus stolperte und seinen Arm in eine Glastür rammte. Im verlinkten Node eilt nun der Fahrer des Schulbusses, der ebenso wie die anderen Schüler alles sah, Neil zu Hilfe; die Datei lädt automatisch ein Audiofile mit Laufgeräuschen. Insofern ist der Link plausibel, denn einmal ist Tracey Opfer, einmal Zeuge einer Unfalls, einmal gelten die Schritte, die den Link konstituieren, ihr, einmal einem anderen. Das Problem dieser passgenauen Verlinkung ist, dass man, vom Apfelbaum in die Neil-Geschichte geschickt, eigentlich zu spät kommt: Das Unglück ist schon passiert und man weiß nicht, warum die Leute rennen und warum Neils Arm so blutig ist. Wohin soll man linken? An den Anfang einer erinnerten Szene – Tracey assoziert ja nicht nur das andere Rennen, sondern den anderen Unglücksfall, aus dem dieses entstand – oder genau an jene Stelle, an der das Stichwort auftaucht? Auch die erste Option birgt Probleme, da dann der Bezug zu den eilenden Schritten noch nicht gegeben wäre, die Linklogik also zunächst unverständlich bleibt. In diesem Falle erwartet die Autorin von ihren Lesern Geduld und das Vertrauen, dass mit einer solchen die Motivation des Links sich bald erweisen wird. Es ist eine Frage des Vertrauens der Leser in den Stil des Autors.

Dieses Vertrauen wird auf die Probe gestellt, wenn man den Links in besagtem Node über den unglücklichen Neil folgt. “I see my hand on the green vinyl on the seat in front of me. An arrow shoots right through me into my chest like love, only there’s this scream. Mrs. Lomax is screaming ‘help’ and adults are running. Fay runs out of the bus, then everyone but me joins the little half circle around Neil.” Der erste Link führt zu Traceys Gefühlen gegenüber Jennie, der zweite zu einer erotischen Szene zwischen Tracy und Fay. Beide Assoziationen scheinen nicht zum blutenden Neil zu passen und provozieren die Frage nach der Ethik der Links. Ist es nicht zynisch, von Neil jetzt zu jenen Liebesspielen zu linken! Aber wem wäre der Zynismus zuzuschreiben: Fisher oder ihrer Erzählinstanz? Anders gefragt: Ist es Gedankenlosigkeit der Autorin oder intendierte Aussage mit den Mitteln des Hypertextes?

Die Frage, was man einem Link zutrauen soll, stellt sich in einer Hyperfiction fortwährend. Es gehört zum Wesen der Hyperfiction, dass solche Fragen für den Leser nie restlos zu klären sind. Der Link kann sich einfach auf Stichwörter stürzen und zusammenbringen, was auch im Lexikon nebeneinandersteht. Oder er kann – die anspruchsvollere Variante – die Verlinkung zum Anlass einer zusätzlichen Aussage nehmen; so wie Texte neben ihrer denotativen Bedeutung eine konnotative in sich tragen, die der Interpretation offensteht. Der Hypertext verlegt die Arbeit der Ausdeutung und Anschlüsse auf die Verlinkung. Der Link ist Isers Leerstelle, aber eben nicht im oberflächlichen, mechanisierenden Sinne der Frage, ob man von einem Node mit Link a oder Link b fortfährt, sondern als Frage, ob Link a nur und oder auch deshalb oder trotzdem oder aber heisst. Freilich, man braucht Beweise dafür, wie tief man bei einem Autor bzw. einer Autorin schürfen darf; und da Hypertexte nun einmal an sich auf Verlinkung abgestellt sind und eine solche aufzuweisen trachten, wird man den fleißig gesetzten Links nicht immer viel Überlegung und Bedeutung unterstellen dürfen. Und doch: “Hinter den Kriterien, nach denen Links angeordnet werden, verbirgt sich so etwas wie die Persönlichkeit desjenigen, der sie gesetzt hat. Die Struktur der Links ist eine Spur, ein Abdruck einer diskursiven Strategie. Hier zeigt sich, ob die ‘Ökonomie des Diskurses’ bestimmten Relevanz- und Kohärenzkriterien folgt oder rein willkürlich den Leser in die Irre leitet.” (Wirth 1997, 326) Gute Autoren werden genau diesen Umstand ernst nehmen und banale Links ebenso vermeiden, wie sie vorgeprägte Wendungen und verbrauchte Bilder vermeiden. Trivialität definiert sich bei der Hyperfiction auf der Sprach- wie auf der Linkebene.

1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 > 9 - 10 - Bibliographie


[1] Netscape erkennt den Bewegungsbefehl nicht und zeigt den Text statisch an.

[2] Wenn zuvor Tracey in ihrer Abwehr gegen den zudringlich gewordenen Daiqiri-Käufer "I don't want to have sex" ausruft und dieser Satz zu einer Szene mit Jenny linkt, wird das Missverhältnis der Liebe zwischen Tracy und Jenny noch einmal bestätigt: „She makes me chicken noodle cup-a-soup and has her fingers inside me before I'm finished eating. By March I'm watching Young and the Restless while she does this“.

[3] Zur ausführlichen Besprechung von Zeit für die Bombe: Simanowski 1999. Zur Frage der Leser-Bestrafung vgl. das Interview mit der Autorin: Berkenheger 2000. Eine entsprechende Programmierung des Links als Bestrafung eines unberechtigten Zugangsversuchs findet man in John McDaids Hypertext Uncle Boddy’s Phantom Funhouse von 1992, wo der Link zur Necropolis-Ebene erklärt, den Leser töten zu müssen, was insofern passiert, als das Werk bzw. das Programm geschlossen wird (vgl. Rau 2000, 171).