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Digitale Medien in der Erlebnisgesellschaft
Einleitung

von Roberto Simanowski

Mit den digitalen Medien scheinen alte Utopien wahr zu werden. Das Publikum steigt auf zum Mitgestalter oder wird sogar zum Autor des Kunstwerks, die Intelligenz der Masse setzt sich durch, Bürgerreporter begründen eine ganz neue Form von kritischem Journalismus. Die Fundamentalkritiker der neuen Medien kontern: Hier tobt ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, triumphiert die Banalität des Alltags, die Ästhetik des Mittelmaßes. Die Euphoriker übersehen, dass im Involviertsein bis zur Distanzlosigkeit die Kulturindustrie ihr Überleben sichert. Die Kulturkritiker ignorieren das basisdemokratische Potential der interaktiven Kunst und Web 2.0-Kultur. Simanowskis Buch Digitale Medien in der Erlebnisgesellschaft. Kultur, Kunst, Utopien untersucht die aktuellen Phänomene der digitalen Medien – Weblogs, Werbung, Identitätstourismus, Cybersex, Kontrolle – und stellt sich den Fragen der aktuellen Netz-Debatte: Wie kreativ ist der persönliche Webauftritt? Wie aktiv ist das Publikum interaktiver Kunst? Wie demokratisch ist Online-Kommunikation? Wie kosmopolitisch ist die Online-Nation?

Die Einleitung situiert die interaktive Kunst der digitalen Medien im Kontext der Erlebnisgesellschaft und stellt die verschiedenen Positionen zu dieser vor. (Siehe auch Kapitelabstracts und Epilog.)

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