hg. v. Roberto Simanowski
(Editorial) Spielbegriff
zwischen Texthermeneutik, Hyperfiction und
Computerspiel [Deutsch] "Formen
interaktiver Medienkunst", hg. v. Peter Gendolla
u.a. [Deutsch] Medienwissenschaft
und Curricula: Interview mit Georg Christoph Tholen
[Deutsch] Metonymical
Mov(i)es. Lev Manovich's "The Language of New
Media" [Englisch] Creating
and understanding digital art: Interview with
Richard Karpen [Englisch] Reconfiguring
education with flexible teachers: Interview with
Mark Amerika [Englisch] Texte,
Scripts und Codes. Ein Exkurs zur Grenzfigur des
Programmierer-Künstlers
[Deutsch] Online-Projekt
"shrink to fit": Xcults Auftragswerke an
Künstler und Kritiker
[Deutsch/Englisch] Die
@-Bombe: Vom bösen Genie hinter
apokalyptischen Computerviren
[Deutsch] The
Messager is the Message. McLuhans "Magische
Kanäle" [Deutsch] Newsletter
2001: Newsletter
2000: Newsletter
1999:

4.Jg. /
Nr. 24 - ISSN 1617-6901
frühere
Newsletter
Der
Spielbegriff in seiner historischen
Entwicklung: als abstrakt-figuratives
Konzept reflexiver Prozesse und als konkret
performativ-kommunikativer Akt. Manuela Kocher
und Michael Böhler zeichnen die
Grenzziehung zwischen ästhetischem und
nicht-ästhetischem Spiel nach und
erklären, warum mit den neuen Kunst- und
Literaturformen der Hyperfiction und
Computerspiele die Dichotomie brüchig
geworden ist und sich eine Verschiebung des
Spielbegriffs vom Figurativen zum Performativen
abzeichnet.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-31-Kocher-Boehler.htm
Roberto
Simanowski widmet sich ausführlich einigen
Grundproblemen des Hypertextes mit folgenden
Thesen: Die Öffnung und Verbindung der
Nodes in HT-Dokumenten erfolgt um den Preis
strenger Textgrenzen. Statt vom Tod des Autors
zu reden, sollte man den des Lesers
erklären. Links sind weniger Mittel der
Ironie und kritischen Reflexion als der
Karnevalisierung des Denkens. Die
Resemantisierung durch Rekontextualisierung
verfängt sich im konzeptionellen
Widerspruch, denn der Aufschub (einer Linkwahl)
kann die Bedeutung (der zugehörigen
Textpassage) kaum intentional
ändern.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-31-Simanowski.htm
Ein
Sammelband von längerer Haltbarkeit, dessen
Fokus auf Interaktivität - statt auf
Intermedialität oder Hybridkultur -
allerdings etwas voreilig das soziologische
Erklärungsmuster der Medienanalysen in den
Vordergund schiebt. Georg Christoph Tholen hat
ihn genau gelesen und bleibt den Beiträgen
keinen kritischen Kommentar schuldig.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-29-Tholen.htm
"Nur in
der Doppelkompetenz, die aus bewährten
Interpretationsverfahren, wie sie etwa die
Germanistik zu lehren weiss, und aus
medienwissenschaflicher Diskursanalyse sich
entwickeln wird, werden sich Kriterien dessen,
was sich als digitale Literatur bestimmen lassen
könnte und zu einem erweiterten Kanon des
kulturwissenschaftlichen Wissens beitragen
könnte, aufstellen lassen." Prof. Dr. Georg
Christoph Tholen wurde 2001 als Leiter ans
Institut für Medienwissenschaften der
Universität Basel berufen. Roberto
Simanowski befragte ihn zu den Eckpunkten
aktueller Medientheorie und ihrer Praxis in
Basel.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-28-Tholen.htm
Glaubt man
Lev Manovich, haben wir in den neuen Medien vor
allem mit visueller Kultur zu tun, die
kinematographisch dominiert ist Und
tatsächlich sind Hollywoods und Silicon
Valleys Sprachen der neuen Medien massiv
kinematograohisch. Und totzdem: Inke Arns
erkannte die Welt nicht wieder, die Manovich
beschreibt. Ihr fehlten all die anderen Aspekte
der neuen MEdien wie: Netzkunst,
Medienkunst und die Praktiken der Netzkultur wie
Chatting oder SMS.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-27-Arns.htm
"With
regard to the nature of teaching and research,
we are boldly experimenting with our curriculum.
I can't say I know exactly what I'm doing, but I
know that we must make changes in our arts
curricula and just as in the process of making
art, making a new arts program will require some
adventurous thinking and taking some risks."
Richard Karpen ist Professor für Musik und
Direktor des Center for Digital Arts and
Experimental Media an der University of
Washington in Seattle. Roberto Simanowksi sprach
mit ihm über die Ziele des Centers und die
Beziehung zwischen digitalen Medien und
akademischer Welt.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-26-Karpen.htm
"The very
notion of an engaged net art practice focused on
digital narrative and theory in cross-media
platforms challenges our conventional assessment
of what a certain kind of work or cultural
production actually is. We need to reconfigure
education and the pedagogical process associated
with learning, especially when using new media
technology in an arts and humanities context."
In einem früheren Interview sprachen wir
mit Mark Amerika über sein Werk, über
Autorschaft und über Schreibkonzepte im
Netz. Inzwischen ist er Professor an der
Fakultät der Schönen Künste der
University of Colorado und somit Brücke
zwischen Praxis und Theorie.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-25-Amerika.htm
Die
Programmierer als moderne Zauberer, die den
unerbittlichen Gesetzen ihrer Magie unterstehen:
fehlt auch nur ein Komma, ist alles hin. Die
Programmierer als moderne Ikonoklasten in einer
Zeit des visuellen Spektakels: Sie wirken
hinterm Bildschirm mit Schrift, damit vorn
Bilder entstehen. Die Programmierer als
"schroffe Schriftsteller": Der Befehlston und
die Wortkargheit sind ihr Berufsethos. Die
Programmierer schließlich als
Gesetzesbrecher, wenn sie Copierschutz-Codes
veröffentlichen: Denn dieser sei in erster
Linie funktional als illegale Zugangsschaffung
und falle so nicht unter den Schutz der freien
Rede. Und wenn, wie das Beispiel zeigt, der
inkriminierte Code gemalt, gesungen und in
dramatischen Lesungen vorgebracht wird? Wird
Mathematik dann Kunst weil sie Ökonomie
war? Reinhard Storz geht diesen und weiteren
Fragen zum Kunstpotential des Programmierers
nach.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-24-Storz.htm
Bei 10
Künstlern und Künstlerinnen gab
Xcult.org neue Netzarbeiten (von 3 bis 5 Minuten
Aufmerksamkeitdauer) in Auftrag. Zu jeder Arbeit
schrieb ein Autor / eine Autorin zugleich einen
Text (von 3000 bis 5000 Zeichen). Von August 01
bis Mai 02 wurde so bei "shrink to fit"
monatlich ein neues Teilprojekt und der
zugehörige Text aufgeschaltet.
dichtung-digital übernimmt in Kooperation
mit Xcult die Dateien des abgeschlossenen
Projekts, um es auch dem eigenen Publikum
bekannt zu machen.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-23-shrink.htm
Sind alle
Virenbschreiber männlich, zwischen 12 und
30 und arg pubertär? Was enthalten die
seltsamen "Digitalgraffiti" der Virenschreiber
in den Kommentarzeilen des Programms? Wie
verhalten sich Virenschreiber zur
Antivirenindustrie? Wieso richtet ein Hoax
mehr Schaden an als ein Virus? Kommt der
digitale Bandwurm, der sich als Nemesis durch
die Datenbestände der Welt fressen wird?
Hilmar Schmundt hat sich dazu und zu vielem mehr
umgehorcht.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-20-Schmundt.htm
Einleitung
zum Buch "Interfictions. Vom Schreiben im Netz"
von Roberto Simanowski, das nicht von Literatur
handelt, die ins Internet wandert und
schließlich doch auf Papier enden will,
sondern von 'Literatur', die im und aus dem Netz
des digitalen Codes entsteht, die interaktiv und
intermedial ist und die durch die verborgene
Befehlssprache unter der
Bildschirmoberfläche auf einem Alphabet der
Inszenierung beruht, das sie undruckbar macht.
Die Einleitung erörtert den Medienwandel,
Begriffe, Merkmale, Typologie digitaler
Literatur sowie deren Geschichte und
Zukunft.
http://www.dichtung-digital.com/2002/07-19-Simanowski.htm
Man sah in
ihm einen populistischen Schwätzer und
einen Propheten der neuen Medienwissenschaft,
man warf ihm die Irrationalität seiner
Argumentation vor oder lobte die
Originalität seines Denkens, man
bemängelte die unklare Begrifflichkeit und
man zitierte ihn so oft es ging. Kurz: Heute
kommt keine Medientheorie an Marshall McLuhan
vorbei. Und alle beginnen sie mit dem Satz der
Sätze: The Medium is the Message. Roberto
Simanowski hat sich das Buch wieder
angesehen.
http://www.dichtung-digital.com/2002/06-07-Simanowski.htm