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Digital Code and Literary Text von Florian Cramer [Englisch]
Die Diskussion von Literatur in digitalen Netzwerken hat sich verschoben von der bloßen Wahrnehmung des Computers als Erweiterung konventioneller Textualität zur Wahrnhemung der Codiertheit des digitalen Systems an sich. Florian Cramer stellt die Fragen, die auf Antworten warten: Kann die Perspektive auf Text, der unabhängig von elektronischem Text entwickelt wurde, auf digitalen Code angewandt werden und was bedeutet dies für die Literatur? Wie verhalten sich Computerprogramme und Literatur zueinander? Ist "Software Art" ein literarisches Genre?
http://www.dichtung-digital.com/2001/10/22-Cramer

The World of Digital Literature von Christine Böhler [Englisch/Deutsch]
Das World Wide Web ist ein riesiger Publikationsort mit tiefgehenden Konsequenzen für die literarische Produktion abseits der Bestsellerlisten: Multiple Autorschaft, Globalisation und Individualismus, neue Verkaufsstrategien der Verlage, Buchläden, Autoren und Künstler. Christine Böhler skizziert die neuen Möglichkeiten und Risiken.
http://www.dichtung-digital.com/2001/10/20-Boehler

Acht Finger digitaler Poetik von Friedrich W. Block [Deutsch/Englisch]
Ein Manifest digitaler Poetik mit manifestartigen Zuspitzungen. Unter den 8 Dekreten: Mit digitaler Poesie geschieht nichts radikal Neues, sie ist auch nicht die Einlösung oder Verbesserung (post)moderner Schreibweisen. Und: Digitale Poesie präsentiert und exemplifiziert den Gebrauch von Sprachen bzw. Zeichensystemen in der Symbolmaschine Computer und in digitalen Netzwerken.
http://www.dichtung-digital.com/2001/10/17-Block

WYSIWYG or WYGIWYS. Notes on the Loss of Inscription von Giselle Beiguelman [Englisch]
Der Verlust der Einschreibung bringt Veränderungen in Darstellung und Wahrnehmung. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Original und Kopie - nur eine anhaltende Reorganisation der Daten. Es sind identische Resettings derselben Codes - aber sie sind nicht identisch in der Wahrnehmung, und das ist das Faszinierende der Klone-Logik: Die Möglichkeit, identisch und verschieden zugleich zu sein.
http://www.dichtung-digital.com/2001/10/16-Beiguelmann

Death of the author? Death of the reader! von Roberto Simanowski [Englisch]
Der Autor ist nicht so tot wie oft behauptet; jedenfalls nicht in der Lesart, mit der einige Hypertext-Theoretiker Barthes und Foucault missverstehen. Dagegen steht es schlecht um den Leser. Dieser verschwindet vielerorts im Event kollaborativer Autorschaft. Als Ergebnis treten die Texte oft nur noch als Zeichen einer Gemeinschaftlichkeit auf, nicht mehr als Geschichten, auf die man sich einlässt.
http://www.dichtung-digital.com/2001/09/30-Simanowski

Screaming Screen and Binary Idealism von Johannes Auer [Englisch/Deutsch]
Ein Text über die Oberfläche und Bildschirme, Mäuse und Katzen, die Sehnsucht nach dem Tode. Johannes Auers Attacke zielt auf die "binären Idealisten", die Netzkunst und -literatur ganz im Code verorten und das optische Ergebnis auf dem Bildschirm als zweitrangig und unterlegen abtun wie einst Plato in seinem Idealen Staat die Kunst.
http:www.dichtung-digital.com/2001/09/28-Auer